Vergil als Magier: Neapels Legenden und Castel dell'Ovo

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Vergil: Dichter und sagenhafter Beschützer Neapels

Am Fuß des Posillipo liegt der Parco Vergiliano mit historischen Stätten wie der Crypta Neapolitana sowie den traditionell mit Vergil und Leopardi verbundenen Grabstätten. Vergil wurde 70 v. Chr. bei Mantua geboren. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte er sich in der Vorstellung vieler Neapolitaner vom Dichter zu einem magischen Beschützer der Stadt.

Das Zauberei von Castel dell'Ovo

Eine der bekanntesten Sagen berichtet, Vergil habe ein verzaubertes Ei in den Gewölben der Burg verborgen: Es lag in einem Glasgefäß, geschützt von einem eisernen Käfig. Solange es heil blieb, sollte die Stadt vor Unglück sicher sein. Eine Erzählung über einen Sturm im 14. Jahrhundert berichtet vom Zerbrechen des Eis und den Maßnahmen der Königin, den Schutz wiederherzustellen. Diese Geschichten sind Teil der Volksüberlieferung.

Ein Tunnel, eine goldene Fliege und Bronzestatuen

Weitere Legenden schreiben Vergil den Bau der etwa 711 Meter langen Crypta Neapolitana in nur einer Nacht zu. Eine goldene Fliege sollte Insekten vertreiben; ein bronzener Bogenschütze zum Vesuv blickte angeblich über den Vulkan, und ein bronzenes Pferd sollte Tiere heilen. Die Erzählungen spiegeln die besondere Mischung aus Dichtung, Stadtgeschichte und Volksglauben wider.

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