Die Alchemistentür in Rom: das Geheimnis der Porta Magica
Die Alchemistentür an der Piazza Vittorio in Rom
In den Gärten der Piazza Vittorio Emanuele II steht ein ungewöhnliches Denkmal: die Alchemistentür, auch Porta Magica genannt. Sie ist der erhaltene Eingang der einstigen Villa Palombara. Ihr Besitzer, Marchese Massimiliano Savelli Palombara (1614–1685), beschäftigte sich intensiv mit hermetischer Philosophie und Alchemie.
Die Villa war ein Treffpunkt für Gelehrte und einflussreiche Persönlichkeiten. Zu ihrem Umfeld zählten der Mathematiker und Astronom Giovanni Domenico Cassini und Königin Christina von Schweden.
Ein verschwundener Besucher und die Suche nach Gold
Der Legende nach suchte der Arzt Giuseppe Francesco Borri im Garten nach einer Pflanze, aus der sich Gold gewinnen ließe. Über Nacht soll er verschwunden sein und Spuren kostbaren Metalls sowie geheimnisvolle Formeln zurückgelassen haben. Der Marchese ließ die Zeichen in der Hoffnung eingravieren, sie könnten das Geheimnis des Steins der Weisen offenbaren.
Planeten, Metalle und ein rätselhafter Spruch
Die erhaltene Tür zeigt alchemistische Zeichen für Planeten und Metalle. Zwei flankierende Figuren werden mit dem ägyptischen Gott Bes verbunden. Die lateinische Inschrift „SI SEDES NON IS“ lässt sich von beiden Seiten lesen und erinnert an die Rätselwelt der Alchemie.


